Landratsamt Miesbach

Ankauf Wettbewerb Juli 2018 mit bbz landschaftsarchitekten
Mitarbeit Roberto Candido, Sara Moretti

Der Neubau des Landratsamtes Miesbach ergänzt U-förmig die bestehenden denkmalgeschützten Gebäude zu einem respektvollen Ensemble von Alt und Neu. Gemeinsam umschließen sie einen Hof, der von den erhaltenen schönen Bäumen und dem Bauerngarten geprägt wird. Die Südfassade des Neubaus wird als Blickpunkt von der Kreuzung Münchner / Ecke Rosenheimer Straße adressbildend inszeniert. Von dort erfolgt die barrierefreie Erschließung über das großzügige Entree und den Hof.

Die Wohnbauten werden in fünf Volumina gegliedert und versetzt angeordnet. Damit fügen sie sich maßstäblich in die vorhandene Struktur ein und schreiben die ortstypisch oft heterogene Bebauungskante fort.

Die Gebäudehöhe verläuft von drei Geschossen plus Dach an der Münchner Straße zu zwei Geschossen auf der Ostseite und schafft so den Übergang zur Traufkante von Haus A und zum Bestand an der Ostseite. Die Dachformen orientieren sich an den vorherrschenden geneigten Dächern und zeigen mit dem schräg bzw. asymmetrisch verlaufenden First zugleich Modernität und Dynamik. Die niedrige Traufkante fügt das Gebäude sensibel in die Umgebung ein.

Die Fassade besteht aus vertikalen Lamellen aus unbehandelter Lärche. Raumhohe Holzfenster sind in einem versetzten Raster angeordnet und versorgen alle Räume großzügig mit Tageslicht. Alle Fenster sind für eine natürliche Belüftung öffenbar. Der Sonnenschutz wird über Schiebeläden gewährleistet, die zum Öffnen hinter die geschlossenen Fassadenbereiche geschoben werden. In der Dachzone sind Gauben und Dachflächenfenster vorgesehen. Das Dach ist mit Zinkblech gedeckt.