Drachenhöhle Furth im Wald


Team: Roberto Candido, Sara Moretti

Die Stadt Furth möchte ihre Touristenattraktion eines mechanischen, laufenden und feuerspeienden Drachens künftig publikumswirksamer und ganzjährig in einer neuen „Drachenhöhle“ mit Außenarena präsentieren können. Die Höhle soll zugleich als Fläche für vielfältige Gastspiele wie Feste, Veranstaltungen und Messen etc. zur Verfügung stehen und sich in das Gesamtkonzept der Landesgartenschau 2025 integrieren.

Die freistehende Anordnung der markanten Halle aus ETFE Folienkissen auf der Halbinsel zwischen den Chamb – Armen schafft zusammen mit der in den Park integrierten Außentribüne einen identitätsstiftenden Ort, eine Landmarke, die den Anspruch der Landesgartenschau 2025 unterstreicht und überhöht. Fast 15 m hoch ist die Halle weithin sichtbar und fügt sich zugleich durch ihre seitlich runde und weich fallende Form maßstäblich in ihre Umgebung ein. Der Solitär wird Teil des Festplatzes und des Parks und hält den großzügigen Landschaftsraum und die grünen Uferzonen offen. Auch die Außenarena gehört zum öffentlichen Raum und wird nur während der Außenpräsentationen durch einen fest installierten, drehbaren Sichtschutz abgeteilt. Die Außentribüne begleitet den Hauptweg des Parks, geht fließend in eine langgestreckte Parkbank über und führt die Besucherinnen und Besucher schon von der Eschlkamer Str. aus selbsterklärend und adressbildend zum Haupteingang der Halle und der Außenarena. Die Brandwand der Schießhalle wird üppig begrünt und bietet den wildwüchsigen Hintergrund der Dracheninszenierung unter freiem Himmel.

Auch in seiner Höhle darf der Drache nicht sichtbar sein und seine Gegenwart wird deshalb durch vielfältige Assoziationen angedeutet. Der Grundriss variiert den Typus der Arena für Stier- oder Gladiatorenkämpfe, die elliptische Form in Grund- und Aufriss spielt auf sagenumwobene Dracheneier an und die silbrige Hülle aus eingefärbten ETFE Folien in schuppenförmigen Rautenkissen überspannt die Halle mit einer in Facetten schimmernden Drachenhaut. Integrierte LEDs lassen das Foliendach zuweilen in den gefährlichen Farben des feuerspeienden Drachens aufleuchten. Die Höhle hält Tradinno mystisch im Verborgenen, um ihn als Touristenattraktion nur um so spannender wirken zu lassen.